• Home
  • RSI - Me First - Ergonomie im Büro - Zürich

RSI - Me First - Ergonomie im Büro - Zürich

9 Tipps für beschwerdefreies Arbeiten mit der Maus

Neun Tipps für beschwerdefreies Arbeiten mit der Maus

Wie mit der Maus gearbeitet wird ist ebenso entscheidend wie die Wahl des passenden Maus-Modells. Hier 9 Tipps,mit denen Sie eine entspannte Haltung einnehmen und Ihre Produktivität fördern.

Ergonomie am Computer

Ideales Arbeitswerkzeug

Das Büro von heute ist ein Ort der Wissensverarbeitung. Wer hier arbeitet, verbringt einen grossen Teil des Tages vor dem Monitor. Umso wichtiger ist es, dass man sich bei der Arbeit am Computer wohlfühlt. Dafür ist die Wahl der richtigen Ausstattung ausschlaggebend.

Und «richtig» bedeutet angepasst an den einzelnen Menschen und an seine spezifische Tätigkeit. Beispiele für Hilfsmittel oder Geräte:

Computer und Monitor

Wahl des Computers: Desktop-Computer, Notebook oder Notebook mit externem Monitor. Ergonomische Platzierung des Monitors unter Berücksichtigung von Privatsphäre und Lichteinfall. Geeignete Anzahl, Grösse und Auflösung der Monitore.

Eingabegeräte

Wahl der passenden Tastatur und Maus oder alternative Eingabegeräte. Kompakttastaturen für Personen, die viel mit der Maus arbeiten.

Ergonomisches Zubehör

Praktische Dokumenthalter für die Arbeit mit Papiervorlagen und Schwenkarme für Desk-Sharing oder Beratungssituationen, Fussstützen für kleine Personen.

Jedem das Seine

Die Einrichtung des Bildschirmarbeitsplatzes soll sowohl die Person als auch die Arbeitstätigkeit einbeziehen. Zwei Beispiele:  

Buchhalterin: Anita Meier (52) erfasst täglich Zahlungen und Buchungen ab Vorlagen. Die Arbeitsplatzabklärung hat ergeben, dass sie an Nackenverspannungen und Rückenschmerzen leidet. Wir empfehlen den Einsatz eines Dokumenthalters. Dieser erlaubt ihr, aufrecht und im Rücken gestützt auf dem Stuhl zu sitzen. Da die Tische nicht höheneinstellbar sind, soll zudem neu eine Fussstütze die gesunde Sitzhaltung der 1.58 m grossen Buchhalterin fördern. Als Eingabegerät raten wir zu einer gewöhnlichen Maus und zu einer Tastatur mit einem separaten Zahlenblock, der ihr als Taschenrechner dient.

Grafiker: Von morgens bis abends gestaltet Giorgio Mino (28) Logos, Flyer und Magazine. Bei seiner kreativen Arbeit führt er die Maus fast ununterbrochen. Bei solchen „mausbetonten“ Aufgaben ist die Belastung für die Maushand um ein Vielfaches höher. Abgesehen von leichten Krampferscheinungen nach langen Mausmarathons hat Giorgio Mino zwar keine Beschwerden. Trotzdem möchte er seinen Arbeitsplatz möglichst ideal gestalten. Wir empfehlen ihm eine Kompakttastatur, damit die Maushand näher zur Körpermitte kommt sowie den kombinierten Einsatz verschiedener Computermäuse – denn dadurch werden die verschiedenen Muskeln in der Hand auf unterschiedliche Weise beansprucht.  

 

 

Die neue Art des Arbeitens

Neue Technologien haben es möglich gemacht: Heute arbeitet man zeit- und ortsunabhängig. Das mobile Arbeiten unterwegs, die Tätigkeit im Home-Office oder das Desk-Sharing sind Trumpf. Diese neuen Arbeitsformen schenken den Menschen ein grosses Stück mehr Freiheit und sind auch für Unternehmen ein Gewinn: 

  • Die Infrastruktur wird optimiert,
  • es geht weniger Zeit und Energie für Arbeitswege verloren,
  • Mitarbeitenden sind entspannter und zufriedener
  • und die Produktivität ist höher.

Weil Mitarbeitende weniger oder gar nicht mehr im Büro sind, lassen sich zudem Miet- und Autokosten einsparen. Flexible und mobile Arbeitsformen entsprechen dem Zeitgeist, während der feste Büroarbeitsplatz an Bedeutung verliert. Das neue Arbeiten erfordert jedoch eine clevere Planung der Infrastruktur.

Ergonomie im Home Office oder beim Desk-Sharing?

Wir beraten Sie gerne zum ergonomischen «new way of working»:

Kontakt aufnehmen

 

Im Büro, an einem festen Arbeitsplatz

Der feste Arbeitsplatz wird immer von der gleichen Person genutzt. Daher lässt sich eine persönliche Umgebung schaffen, die auf die jeweiligen Anforderungen und Aufgaben perfekt abgestimmt ist: Schreibtisch, Stuhl, Höhe und Tiefe des Bildschirms, Dokumenthalter, kompakte Tastatur und Maustyp. Das Notebook kann auf einem Notebookständer platziert werden oder man verwendet einen Desktop-Computer, der platzsparend auf einem CPU-Halter unter der Tischplatte montiert ist.

Im Büro, an einem flexiblen Arbeitsplatz (Desk-Sharing)

Beim flexiblen Arbeiten wird ein Arbeitsplatz von mehreren Mitarbeitenden benutzt. Das heisst, man richtet die Räume aufgabenspezifisch ein und die Mitarbeitenden wählen den Arbeitsplatz je nach Aufgabenstellung. In Bezug auf die Einrichtung setzt dies voraus, dass alle Elemente des Arbeitsplatzes leicht ein- und verstellbar sind. Das gilt nicht nur für den Schreibtisch und die Stühle, sondern auch für die Bildschirmarme, die Dokumenthalter und weiteres ergonomisches Zubehör. Auch die Aufbewahrung persönlicher Dinge und die Hygiene sind Punkte, die es zu berücksichtigen gilt.

Im eigenen Zuhause (Home-Office)

Home-Office wird immer beliebter.Kein Wunder, denn die Zeiteinteilung ist erheblich effizienter, man kann den Hauptverkehr am Morgen vermeiden und das Arbeitspensum ganz oder teilweise zu Hause erledigen. Der Heimarbeitsplatz wird intensiver genutzt und sollte ebenfalls nach ergonomischen Aspekten gestaltet sein. Ausserdem hat der Arbeitsplatz den gesetzlichen Mindestanforderungen zu genügen. Oft wird an mehreren Stellen im Haus gearbeitet. Das Zubehör soll kompakt sein, damit man es einfach versetzen oder wieder wegräumen kann.

Mobil, bei Kunden oder im Café

Mitarbeiter arbeiten vermehrt unterwegs, beim Kunden, im Zug, am Flughafen oder im Hotel. Und sie arbeiten auch immer länger unterwegs. Auch hier sind also geeignete Massnahmen zu treffen, um komfortabel und effizient arbeiten zu können. Hilfsmittel wie leichte, praktische und zusammenklappbare Notebookständer, kompakte Tastaturen und Mäuse unterstützen die Mitarbeitenden unterwegs bei der Arbeit am Computer. In einem Trolley oder Rucksack können die Hilfsmittel und Eingabegeräte bequem befördert werden.

 

 

Best Practice für Unternehmen

 

Nicht viele, aber die
richtigen Produkte 
machen einen guten
Arbeitsplatz aus. 

 

Wer gestaltet die Arbeitsplätze?

In mittleren und grösseren Unternehmen sind verschiedene Bereiche in die Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze involviert: Die IT-Abteilung installiert die Computerinfrastruktur. Der Büromaterialeinkauf bestellt Zubehör wie Fussstützen oder Dokumenthalter und das Facility Management organisiert Bürostühle und Tische. Die Personalabteilung bzw. das oft angegliederte Betriebliche Gesundheitsmanagement wiederum ist Anlaufstelle für Mitarbeitende mit Anliegen in Bezug auf die Arbeitsplatzgestaltung. 

Standard- oder Individuallösungen?

Es braucht beides. Eine qualitativ gute Maus mit muskelschonendem Mausklick und leichtgängigem Scrollrad kann beispielsweise für einen Grossteil der Mitarbeitenden eine ideale Standardlösung sein. Hingegen benötigen Mitarbeitende mit sehr kleinen oder grossen Händen, mit Beschwerden an der Sehnenscheide, mit einem Tennisellenbogen oder mit Schulterproblemen eine spezielle Maus. Qualitativ hochwertige Standardprodukte in unterschiedlichen Grössen, kombiniert mit individuellen Speziallösungen sind hier angebracht.

MeFirst – Ihr Partner für Ergonomie

Bei einem Ergonomieprojekt hält im Idealfall die Personalabteilung alle Fäden in der Hand. Sie stellt eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche sicher und sorgt für eine clevere Abstimmung. Als Ergonomieexperten unterstützen wir Sie gerne bei Ihrem Ergonomieprojekt. Je nach Budget, Zielvorgaben und bereits vorhandener Infrastruktur planen wir eine Lösung, die optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ob für die Einrichtung eines einzelnen Arbeitsplatzes oder die Planung eines unternehmensweiten Ergonomiekonzeptes: Wir stärken Ihnen den Rücken.

Unsere Dienstleistungen:

  • Unterstützung bei der Definition Ihres Standardsortimentes
  • Erarbeiten von Arbeitsplatzkonzepten
  • Ergonomische Musterarbeitsplätze
  • Musterprodukte (auch an Privatpersonen)
  • Kombination von Produkten mit Know-how und Schulung
  • Analyse von Arbeitsplätzen in Zusammenarbeit mit unabhängigen Ergonomen

 

 

Produkte und Einstellungen

Professionelle Arbeitsplatzanalyse...

Ergonomieexperten haben ein professionelles Auge und erkennen schnell, wie man Arbeitsplätze mit wenigen Handgriffen optimieren kann. Ihre Analyse umfasst Aspekte wie Monitorpositionierung, Tischhöhe und Stuhleinstellung, aber auch individuelle Sitz- und Eingabegewohnheiten. Ist das Equipment schlecht einstellbar, defekt oder für den Anwender unpassend, schlagen die Experten in ihrem Massnahmenbericht mögliche Lösungen vor.

 ... in Kombination mit Fachreferat

Eine ergonomisch sinnvolle Umgebung zu gestalten ist schon mal gut, sie richtig zu nutzen ist besser. Deshalb bieten wir als ideale Ergänzung auch Fachreferate an mit Tipps und Informationen zu folgenden Themen:

  • Anatomische, für die Bildschirmarbeit relevante Zusammenhänge
  • Tipps für bessere (dynamischere) Sitzgewohnheiten
  • Hinweise, wie man seinen Arbeitsplatz selber auf ergonomische Aspekte testen kann
  • Korrekte Einstellungen für Stuhl, Tisch und Monitor
  • Informationen zu den Themen Pausenmanagement und Bewegung
  • Sinnvolle Übungen für zwischendurch

 

Optimierungsbedarf erkennen
ist der erste Schritt zum
besseren Arbeiten.

 

Interessieren Sie sich für professionelle Abklärungen, Referate oder Schulungen?

Kontakt aufnehmen

 

Habe ich RSI? (Repetitiv Strain Injury)

RSI ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Beschwerdebildern. Gemein ist ihnen, dass sie ausgelöst werden durch monotone Bewegungen über einen längeren Zeitraum. Dies können auch so kleine Bewegungen wie das Klicken mit einer Maus sein.

Allerdings leidet nicht jede Person, die am Bildschirm arbeitet und tagtäglich mehrere hundert Mal klickt unter RSI. Falls Sie aber wiederkehrende Beschwerden im Arm- und Oberkörperbereich haben, ist eine Abklärung mit einer Ergo- oder Physiotherapie-Fachperson sinnvoll.

Was kann ich sofort gegen RSI tun?

 

Ich habe ... gekauft/eingeführt. Warum habe ich immer noch Beschwerden?

Genauso, wie Beschwerden erst nach einer monatelangen Anpassung des Körpers spürbar werden, treten Verbesserungen nicht von heute auf morgen ein. Denken Sie daran: Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Lassen Sie sich Zeit und setzen Sie sich nicht zusätzlich unter Druck, wenn die Beschwerden nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden.

Studieren Sie auch Ihr Arbeitsverhalten: Sind Sie häufig gestresst? Machen Sie selten Pause? Arbeiten Sie mehr als zwei Stunden am Stück in derselben Haltung? Verhaltensänderungen können einen grossen Unterschied machen. Wenn die Beschwerden auch nach längerer Zeit nicht besser werden, sollten Sie eine Therapie in Erwägung ziehen.

 

Ist eine längere Pause von der Bildschirmarbeit sinnvoll?

 

Ich habe gehört, dass auch mentale Faktoren Beschwerden hervorrufen können, stimmt das?

Stress, Leistungsdruck, Angst … sind Faktoren, die das Entstehen von Beschwerden begünstigen können. Durch die erhöhte Muskelspannung, die aufgebaut wird, kommt es vermehrt zu Verspannungen, Ermüdungserscheinungen und Fehlhaltungen.

Allerdings können solche mentalen Faktoren nicht als einzige Ursache für Beschwerden betrachtet werden. Es ist ein Zusammenspiel zwischen körperlicher und geistiger Belastung, die sich gegenseitig verstärken. Ein gesunder Arbeitsplatz bietet darum neben dem Körper auch dem Geist angepasste Bedingungen. Dazu gehört zum Beispiel ein ausgewogenes Pausenmanagement.

Welches Produkt macht mich gesund?

 

Ist eine Pause von der Bildschirmarbeit für eine gewisse Zeit sinnvoll?

Gerade wer unter akuten Beschwerden wie einer Sehnenscheidenentzündung oder dem Frozen Shoulder Syndrom leidet, sollte möglichst von jeder Belastung absehen und sehr viele Pausen bei der Arbeit machen. Öfter kurze Pausen machen, Ferien vom Arbeitsplatz und eine grundsätzlich ausgewogene Work-Life Balance sind aber auch bei nicht-akuten Beschwerden sehr wichtig. Allerdings sollte gleichzeitig der Arbeitsplatz so verändert werden, dass nach der Erholungspause der Körper nicht wieder in die alten Muster zurückfällt. Ansonsten kann es sein, dass man in ein Schema verfällt, das zwischen Pause und Beschwerden pendelt und schliesslich zu einer Chronifizierung führen kann.

Welcher Arzt hilft mir weiter?

 

Kennen Sie einen guten Arzt für mich?

RSI ist im deutschsprachigen Raum leider noch kaum bekannt und die Symptomatik äusserst komplex. Viele RSI-Betroffene machen darum die Erfahrung, dass Allgemeinmediziner, Rheumatologen oder Neurologen nicht die beste Anlaufstelle für ihr Problem sind. Eine Überweisung an eine Ergo- oder Physiotherapie-Praxis ist daher oft die beste Lösung. Diese therapeutischen Fachpersonen verfügen schon über die nötige Erfahrung mit verschiedenen Überlastungsproblemen und können gezielt auf Symptome und auslösende Faktoren eingehen.

Ich möchte mehr über mögliche Therapien erfahren

 

Muss ich gleich eine komplett neue Büroeinrichtung haben?

Sie müssen nicht von heute auf morgen ihre komplette Einrichtung auswechseln. Tauschen Sie zuerst die Produkte aus, die Sie am häufigsten brauchen und die Ihnen die grössten Beschwerden verursachen. Wer viel mit der Maus arbeitet, sollte also z.B. eine perfekt auf ihn angepasste Maus haben. Jemand, der unter Bandscheibenproblemen leidet, wird von einem Stehpult profitieren. Lassen Sie sich gut beraten bevor Sie ein Produkt wählen, testen Sie es wenn möglich und achten Sie nicht zuletzt auch auf eine gute Körperhaltung am Arbeitsplatz.

Wieso habe ich trotz entlastendem Produkt immer noch Beschwerden?

 

RSI-Syndrom/Mausarm

Was ist RSI?

Der Begriff Repetitive Strain Injury (abgekürzt RSI) stammt aus den USA und bedeutet so viel wie „Verletzung durch wiederholte Beanspruchung“ und ist in der Umgangssprache auch als Mausarm bekannt. Das RSI-Syndrom entsteht durch eine Schädigung des Bewegungsapparates vor allem im Hand-, Arm-, Schulter- und Nackenbereich infolge lang anhaltender, monotoner Bewegungen. Dadurch kommt es immer wieder zu kleinsten Verletzungen der Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und/oder Nerven. Anfangs können diese noch ohne bleibende Folgen ausheilen, bei anhaltender Belastung aber unter anderem zu Narbenbildung und chronischen Beschwerden führen.

Bei RSI handelt es sich nicht um ein medizinisch klar definiertes, einheitliches Krankheitsbild. Unter diesen Begriff fallen verschiedene Beschwerdebilder, die durch wiederholte monotone Belastungen und den damit verbundenen kleinen Verletzungen entstehen: Erkrankungen der Sehnen (z.B. Sehnenscheidenentzündungen), Nervenkompressions-Syndrome, komplexes regionales Schmerzsyndrom, Verschleißerscheinungen der Gelenke und/oder der Wirbelsäule. Eine Therapie bzw. eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes ist daher nur nach einer genauen Untersuchung möglich, wenn klar ist, um welche Störung es sich im vorliegenden Fall genau handelt.

RSI wird unter anderem durch ausdauerndes Arbeiten an Tastatur und Maus hervorgerufen. Dies kommt zum Beispiel bei Informatikerinnen und Sachbearbeitern oft vor. Auch Fließbandarbeit und alle Arbeiten, die über längere Zeit immer die gleichen Bewegungen erfordern, sind in diesem Sinne risikobelastet.

 

Welches sind die Symptome von RSI?

  • Sehnenscheidenentzündung
  • Bewegungseinschränkungen der Arme, Hände und Finger
  • Steife Gelenke in Schultern, Armen und Händen
  • Stechen in Armen und Händen
  • Schmerzen in den Gelenken, dem Handrücken, dem Unterarm
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Fingern, Händen oder Unterarmen
  • Verspannter Nacken
  • Kraftlosigkeit
  • Kalte und schmerzende Hände, vor allem morgens
  • Koordinationsstörungen der Arme und Hände
  • Muskelschmerzen

 

Häufige Fragen und Antworten zum Thema RSI haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

Literatur-Empfehlung

  • RSI-Syndrom, Mausarm, Tennisarm (von Konrad Clemens)
    Ein aktuelles Buch in Deutsch mit Erfahrungsberichten, Behandlungstipps und Dehnübungen.
  • It's Not Carpal Tunnel Syndrome! RSI Theory and Therapy for Computer Professionals (von Suparna Damany und Jack Bellis)
    Ein gutes Buch über die Zusammenhänge von RSI und dem Gebrauch des PCs (nur in Englisch).
  • Dr. Pascarelli's Complete Guide to Repetitive Strain Injury: What You Need to Know about RSI and Carpal Tunnel Syndrome (von Emil F. Pascarelli) 
    Ein Buch, das alle Facetten von RSI ausführlich behandelt (nur in Englisch).
  • Schmerzen verstehen (von David S. Butler und G. L. Moseley) 
    Zu wissen, warum es eigentlich wehtut, kann schon der erste Schritt sein, um Schmerzen besser zu bewältigen oder zu beseitigen. Dieses Buch hilft dabei. Es beschreibt sehr anschaulich und mit einprägsamen, fantasievollen Zeichnungen wie Schmerzantworten im Gehirn erzeugt werden, wie Reaktionen des autonomen Nervensystems und des Immunsystems bei Gewebeverletzungen die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung beeinflussen und warum Schmerzen chronisch werden können, wenn das verletzte Gewebe längst abgeheilt ist. Ein Buch, das Therapeuten, Ärzten und Schmerzpatienten viele Erkenntnisse bietet, die geradewegs zum Therapieziel Schmerzfreiheit hinführen können.

 

Therapien für das RSI-Syndrom

 Therapien für das RSI-Syndrom

Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist die Wahl einer kompetenten Fachperson. In der Schweiz beschäftigen sich noch sehr wenige Ärzte mit RSI. Ein möglicher Grund dafür sind die vielseitigen Faktoren und betroffenen Wissensgebiete wie Neurologie, Rheumatologie, Psychologie etc. Es finden sich jedoch RSI-erfahrene Ärzte aus den Bereichen Rheumatologie und Neurologie. Wichtig ist, dass sich der Arzt selbst weiterbildet und mit anderen Fachpersonen Informationen austauscht. Zudem sollte er seine Patienten gegenüber den Behörden (IV) und Arbeitgeber vertreten. Als Betroffener soll man sich genügend Zeit nehmen, einen geeigneten Arzt zu finden und sich selber Gedanken darüber machen, was man von ihm erwartet (Was soll er bereits wissen? Hat er schon RSI-Patienten? Ist er bereit, sich ins Thema einzulesen?).

Nachstehend erläutern wir kurz ein paar der möglichen Behandlungsmethoden. Der allerwichtigste Beobachter im Umgang mit RSI ist man jedoch selber. Es gilt, herauszufinden, was einem gut tut und was nicht, täglich dazuzulernen und das Verhalten anzupassen, sowie selber nach Informationen zu suchen.

 

Die Alexander-Technik

Die Alexander-Technik ist eine Lehrmethode, mit der man lernt, seine Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten zu beobachten, zu analysieren und für den Körper ungünstige Gewohnheiten abzulegen.

Die «Alexander-Technik» wurde nach ihrem Schöpfer Frederick Matthias Alexander (1869–1955) benannt, der die Prinzipien seiner Methode in den Jahren 1890 – 1900 entwickelte und formulierte. Sie basiert auf der Überzeugung, dass der Mensch ein Organismus ist, in dem alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse untrennbar miteinander verbunden sind. Von Natur aus haben wir die Fähigkeit, uns gut koordiniert und harmonisch zu bewegen.

In unserem Leben aber gibt es zahlreiche Faktoren, die ein harmonisches Funktionieren des Organismus störend beeinflussen. Das zeigt sich in ungünstigen Bewegungs- und Verhaltensmustern, die in stereotyper Weise ablaufen und zu Unausgeglichenheit, Verspannungen oder sogar Schmerzen führen.Jeder Mensch entwickelt Gewohnheiten, die sich für ihn vertraut und deshalb richtig anfühlen, ihn in seiner Freiheit jedoch einschränken. Die Alexander-Technik bietet Möglichkeiten, diese Gewohnheiten und Muster zu erkennen und zu lösen (z.Bsp. wie man gestauchte Bandscheiben entlastet, welche Bewegungen den Rücken verlängern, statt ihn zu krümmen, oder wie man verspannte Schultermuskeln loslässt.)

Die Alexander-Technik kann andere Therapien positiv unterstützen. Bei der Behandlung von ernsten Beschwerden ist die Alexander-Technik in Kombination mit Physiotherapie nachweislich sehr hilfreich.

Zum Lehrerverzeichnis der Alexander-Technik

 

Triggerpunkt-Therapie (Physiotherapie)

Bei Triggerpunkten handelt es sich um überempfindliche Stellen in einem verspannten Bündel von Muskelfasern. Das Wort «Triggerpunkt» stammt aus dem Englischen «to trigger» und bedeutet «auslösen». Gemeint ist damit das Auslösen von fortgeleitenden Schmerzen. Dies ist eine typische Eigenschaft von Triggerpunkten. Sie strahlen häufig Schmerzen in entfernte Körperregionen aus. In einem Muskel können sehr viele Triggerpunkte vorkommen und Triggerpunkte können in verschiedenen Muskeln gleichzeitig auftreten. Das Resultat kann ein komplexes Schmerzmuster sein. Triggerpunkte spielen bei fast allen Schmerzen des Bewegungsapparates eine grosse Rolle. Bei der Triggerpunkt-Therapie werden diese Stellen mit starkem Druck behandelt und die verspannten Muskelfasern entlang ihres Faserverlaufes aufgedehnt. Daneben werden auch die Muskelhäute (Faszien) gedehnt und die Beweglichkeit einzelner Muskeln gegeneinander verbessert. Die manuelle Triggerpunkt-Therapie wird bei der Behandlung von Schmerzsyndromen, in der Sportphysiotherapie und der orthopädischen Rehabilitation angewendet.

Der TheraCane ist eine neue Lösung zur Eigenbehandlung von Triggerpunkten. Der gekrümmte Massagestab erreicht selbst schwer erreichbare Triggerpunkte wie z.B. am Rücken.

Therapieprodukte im e-Shop anzeigen

 

PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (Physio-Therapie)

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, abgekürzt PNF, steht für das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Entstehung und Weiterleitung eines Reizes im nervalen und muskulären System. Diese Vorgänge sind verantwortlich für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Die Therapiemethode basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien. Die Grundlage dazu bilden die Bewegungsmuster einer gesunden motorischen Entwicklung. Diese Muster zeigen sich in der Halte- und Bewegungsfunktion unseres Körpers. Mit diesen solchen Bewegungsmustern wird therapeutisch gearbeitet. Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt. Werden diese in einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, so kommt es zu den erwarteten Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder -entspannung (Anbahnung bzw. Erleichterung einer Bewegung).

Ziele der Anwendung sind:

  • Muskelspannungen normalisieren (z.B. schwache oder gelähmte Muskeln aktivieren = fazilitieren).
  • Fördern der motorischen Kontrolle und der Mobilität.
  • Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer und Kraft sowie der Geschicklichkeit und Koordination.

Die Auswahl und Durchführung der Bewegungsmuster richten sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie erfasst den Menschen ganzheitlich und setzt bei seinen stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen im Sinne der motorisch normalen Funktionen zu erreichen. Psychologisch bedeutet dieser Therapieansatz, dass der Patient seine Stärken erspürt und positiv motiviert gezielte Aktivitäten aufbauen kann.

 

Wie kann ich mit Schmerzen umgehen?

Wichtig im Umgang mit Schmerzen ist der mentale Aspekt. Denn wenn Sie vielleicht schon seit langer Zeit Schmerzen haben, ist Ihnen zwar klar, dass Sie sich eigentlich bewegen müssten, und Sie wollen sich auch wirklich bewegen, aber Sie sind in Ihren Schmerzen «gefangen». Um diesem Teufelskreis zu entweichen, sind viel Geduld und Durchhaltevermögen notwendig.

Entscheiden Sie, welche Aktivität Sie gerne intensiver betreiben wollen. Ermitteln Sie dann die Aktivitätsmenge, die Ihnen möglich ist, ohne dass Ihre Schmerzen schlimmer werden. Planen Sie die Steigerungen der Aktivitätsmenge Schritt für Schritt. Es wird Ihnen gut tun, fröhliche Aktivitäten zu finden, denn diese haben positive physiologische Einflüsse auf Ihr Alarmsystem und die Schmerzknotenpunkte.

 

Was kann ich sofort tun?

Verfallen Sie nicht in Panik und drücken Sie sich nicht selbst den Stempel "krank" auf. Wir empfehlen Ihnen, die folgenden 5 Punkte sofort umzusetzen:

Arbeitsplatz überprüfen und anpassen: Überprüfen Sie Ihren Arbeitsplatz und gestalten Sie ihn möglichst ergonomisch. Der Arbeitsplatz sollte an Sie angepasst sein, nicht umgekehrt. Die EKAS-Box hilft ihnen mit einer interaktiven Anleitung zum optimal eingestellten Arbeitsplatz.

Jetzt die EKAS-Box öffnen

Eingabegeräte überprüfen und optimieren: Neben dem Arbeitsplatz selbst sollten Sie auch Ihre Werkzeuge, also Maus, Tastatur oder andere Eingabegeräte, überprüfen. Das richtige Werkzeug soll auf die Bedürfnisse Ihres Körpers und Ihrer Arbeit abgestimmt sein.

Arzt konsultieren und allenfalls Therapie-Möglichkeiten suchen: Gehen Sie möglichst frühzeitig zum Arzt, und fassen Sie gegebenenfalls eine Therapie ins Auge.

Mehr kurze Pausen während der PC-Arbeit: Gönnen Sie Ihrem Körper öfters eine kurze Pause von der PC-Arbeit. Stehen Sie auf, strecken Sie Ihre Muskeln und gehen Sie ein paar Schritte. So vermeiden Sie effektiv Verspannungen, die von zu langem Verharren in einer Position herrühren. Eine Pausensoftware kann Ihnen dabei helfen.  

Pausensoftware Workrave kostenlos herunterladen

Mehr Bewegung im Alltag: Bewegung ist ein Grundbedürfnis Ihres Körpers. Zum Ausgleich einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit ist es darum besonders wichtig, Ihrem Körper diese Bewegung zu verschaffen. Sei es in Form von Sport oder bewusster sonstiger Bewegung im Alltag.

Jeder dieser kleinen Schritte trägt dazu bei, die Belastung auf Körper und Geist zu minimieren. Selbstverständlich ist es auch sinnvoll, diese Punkte zu beachten, wenn man noch nicht unter Beschwerden leidet. 

Was kann ich gegen akute Beschwerden tun?

 

Was tue ich bei akuten Beschwerden?

Wenn Sie soweit sind, dass die Beschwerden in Händen und Armen Sie bei der Arbeit einschränken, empfehlen wir Ihnen folgende Sofortmassnahmen:

Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen: Suchen Sie so bald wie möglich das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und erklären Sie ihm Ihre Situation. So können Sie zusätzliche Stressbelastung vermeiden und vielleicht sogar die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung thematisieren.

Arbeitsbelastung am PC reduzieren: Das heisst nicht, dass Sie weniger präsent sein sollen am Arbeitsplatz. Reduzieren Sie aber die Arbeit am Computer auf ein Minimum - viele Routineaufgaben können auch ohne PC erledigt werden.

Therapie beginnen: Beginnen Sie gleichzeitig eine Therapie. Eine gute Therapie verfolgt zwei Ansätze. Zum einen die Linderung Ihrer Beschwerden, zum anderen eine Verhaltensänderung, so dass keine neuen Beschwerden erscheinen.

Selbstmassage: Unterstützen Sie die Therapie von zu Hause aus mit Selbstmassagegeräten, mit denen Sie selbstständig effektiv schmerzende Verspannungen lösen können. Wir empfehlen zur Selbstmassage zwei Geräte, die speziell auf die Beschwerden von RSI Betroffenen abgestimmt sind: TheraCane und Armaid.

Welches Produkt macht mich gesund?

Leider keines. Ergonomische Produkte können helfen, die Belastung zu minimieren. Viel wichtiger ist es aber, negative Verhaltensmuster zu durchbrechen und den Arbeitsplatz so zu optimieren, dass keine neuen Beschwerden entstehen. Dafür ist es vor allem sinnvoll, Geräte und Mobiliar individuell anzupassen und ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln.

Sind die Beschwerden akut, hilft meist nur eine Therapie. Trotzdem ist es sinnvoll, den Arbeitsplatz an seine eigene Anatomie und Arbeitsweise anzupassen. Ansonsten kann es geschehen, dass die Therapie-Erfolge von den alten Verhaltensmustern wieder zunichtegemacht werden.

Brauche ich eine neue Büroeinrichtung?